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08.04.2017VfL Löningen

Kreissportbund kommt nicht zur Ruhe

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Angegriffen vom Ex-Vorsitzenden: Gegen Jürgen Focke (links) und Christoph Rohling erhebt Richard Diekmann den Vorwurf mangelhafter Information im Steuerverfahren des KSB. Beide weisen das zurück. Foto: la.
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Angegriffen vom Ex-Vorsitzenden: Gegen Jürgen Focke (links) und Christoph Rohling erhebt Richard Diekmann den Vorwurf mangelhafter Information im Steuerverfahren des KSB. Beide weisen das zurück. Foto: la.
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Enttäuscht: Richard Diekmann. Foto: la.
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Enttäuscht: Richard Diekmann. Foto: la.

Ex-Vorsitzender Diekmann stellt Neuwahlen und Satzungsänderungen in Frage / Gericht reagiert auf Vorwürfe
Der neue Vorstand ist trotz eines Fehlers bei der Abstimmung korrekt im Amt. Das hat das Registergericht in Oldenburg inzwischen dem KSB bestätigt. Richard Diekmann zweifelt dennoch an den Wahlen und der Satzung.

Von Hubert Kreke


Cloppenburg - Trotz der juristischen und finanziellen Aufarbeitung seiner Steuerprobleme kommt der Kreissportbund Cloppenburg noch immer nicht zur Ruhe. Jetzt hat der ehemalige Vorsitzende Richard Diekmann (67), der zwei Jahre lang die Hauptlast der Aufklärung trug, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahlen im November 2016 erhoben.

In einem Gespräch mit der MT kreidete der Cloppenburger seinen Nachfolgern zudem einen rüden und unfairen Umgang mit seiner Person an. Der Vorstand hat die Vorwürfe als überholt und haltlos zurückgewiesen.

Im Detail bemängelt Diekmann, dass auf dem entscheidenden Kreissporttag 2016 die Vorstandsmitglieder teilweise „en bloc“ gewählt wurden, was rechtlich nicht zulässig ist. Im Protokoll für das Vereinsregister sei der Lapsus unterschlagen worden, behauptete er. Um das zu vertuschen, werde ihm trotz Nachfragen kein Protokoll ausgehändigt, beklagte der Ex-Vorsitzende, der noch als Fachwart für den Schwimmsport amtiert. Fakt ist: Nach Diekmannns Vorhaltungen kassierte das Amtsgericht Oldenburg die Blockwahl ein, doch unterm Strich bleibt das Versäumnis folgenlos. Denn der 1. Vorsitzende Dr. Franz Stuke wurde in einer gültigen Einzelwahl gekürt und sein Stellvertreter Franz-Josef Kettmann aus Garrel stand gar nicht zur Wahl. Alle anderen Funktionen kann der Vorstand laut Satzung durch einen einfachen Beschluss auch selbst besetzen, erklärte Pressesprecher Aloys Landwehr aus Lastrup auf Nachfrage. Genau dies sei inzwischen geschehen. Das Versäumnis sei damit schadlos geheilt. Nicht in Kraft treten dagegen die Satzungsänderungen, die in der Versammlung noch in Landwehrs Entwurf eingearbeitet worden sind. Solche Änderungen hätten laut Registergericht zuvor schriftlich eingereicht werden müssen. „Das hat in der Versammlung niemand beanstandet“, betonte Dr. Franz Stuke auf Nachfrage der MT – auch nicht der Präsident des Landessportbundes, der als Gast nach Thüle kam.

Die Folge: Alle beschlossenen Änderungen sind vorerst ungültig und müssen noch einmal abgestimmt werden. So lange bleibe die alte Fassung in Kraft, unterstrich der Vorstandssprecher.

Heftige persönliche Vorwürfe erhebt Diekmann vor allem gegen den stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Focke und den Geschäftsführer der Kreissportschule, Christoph Rohling. Beide hätten bereits im August 2014 von den drohenden Steuerforderungen gegen die Sportschule erfahren, dies aber nicht weitergegeben, so Diekmann. Damit habe man ihn bei seiner Wahl „ins offene Messer laufenlassen“, beklagt der Diplom-Ingenieur. „Ich habe den Kopf hingehalten für diese Leute“, sagte er:„Ich war fertig, als ich vorgeladen wurde.“ Dass das Ermittlungsverfahren gegen ihn „wegen geringer Schuld“ ohne jede Strafe eingestellt wurde, tröstet den Ex-Vorsitzenden auch Monate danach nicht: „Ich will nicht mal den kleinsten Flecken auf meiner weißen Weste.“

Diekmann bezieht seinen Vorwurf gegen Focke und Rohling vor allem auf eine E-mail, die der Geschäftsführer der Sportschule am 13. August 2014 verschickte. Darin warnt der Landkreis, der damals die Bücher der Sportschule führte, vor möglichen Steuernachforderungen. Eine enge Abstimmung mit dem Finanzamt sei anzuraten, heißt es in der Post.

Focke erhielt die Mail, andere Vorstandsmitglieder nicht, obwohl Rohling die Nachricht an die KSB-Geschäftsstelle nach Cloppenburg schickte, um sie weiterzuverteilen. Gänzlich aufklären lässt sich der Vorgang kaum, weil die Büro-Besetzung inzwischen gewechselt hat.

Focke hält die Mail allerdings für nicht entscheidend, denn der erste Hinweis sei „vage“ gewesen. Dass die Beherbergung in den Sportschulen teilweise umsatzsteuerpflichtig wurde, weil die Oberfinanzdirektion Hannover landesweit Ansprüche anmeldete, sei offen in allen Gremien diskutiert worden. Aber niemand habe damals die Konsequenzen für die Verbände abschätzen können, sagte Focke auf Nachfrage.

Auch Landwehr und Stuke wussten nichts von dem ersten Hinweis, fühlen sich jedoch nicht hintergangen. Diekmanns Vorwurf sei „unfair“, weil er erst jetzt – nach seinem Ausscheiden – damit komme, statt den Vorstand während seiner Amtszeit anzusprechen, meinte der Lastruper.

Amtierende Vorstandsmitglieder vermuten eher persönliche Querelen hinter den Vorwürfen. So wurde Diekmann drei Tage nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftsstelle gewiesen, als er noch Dankesschreiben an Verbände und Vereine in die Post geben wollte. Juristisch betrachtet, sei er da noch im Amt gewesen, behauptet Diekmann, weil die Eintragung der Wahlen ins Vereinsregister noch ausstand. Christoph Rohling trat dem Ex-Vorsitzenden damals als Hausherr entgegen. Diekmann empfand das als „Fußtritt“.

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Meine Meinung - von Hubert Kreke
Alte Wunden


Eines vorweg: Richard Diekmann ist ein honorigerMann, der als ehrenamtlicher Vorsitzender des Kreissportbundes zwei Jahre lang tatsächlich den Kopf für Versäumnisse hingehalten hat, die er nicht zu verantworten hatte. Scheinbar klaglos steckte der Cloppenburger diese schwere Belastung weg. Dafür kann ihm der Dachverband der 180 Sportvereine gar nicht genug dankbar sein.

Was nun passiert, steht auf einem anderen, weniger rühmlichen Blatt. Den Vorwurf, dass er nicht früh und deutlich genug gewarnt worden ist vor einem drohenden Steuerverfahren, könnten auch andere Vorstandsmitglieder erheben. Die kommen jedoch zu anderen Schlüssen, weil sie denen, die noch Auskunft geben können, vertrauen. Diekmann tut das nicht.

Es bleibt jedoch zweifelhaft, ob die „Warn-E-mail“, die der Ex-Vorsitzende als Beleg für seine Täuschungshypothese anführt, wirklich schon als Vorankündigung strafrechtlicher Ermittlungen gegen Vorstandsmitglieder gedeutet werden musste oder ob nicht erst die Rückschau zu einem solchen Verdacht führen kann. Nicht nur, weil man hinterher immer schlauer ist, sondern weil eine Nachforderung des Finanzamtes nicht automatisch Strafe bedeutet. Jeder, der schon einmal nachzahlen musste, weil er sich geirrt hat, weiß das.

Das Bemühen um Aufklärung kann man dem amtierenden Vorstand nicht absprechen. Rückhaltlos gaben die Amsträger der MT Auskunft. Ende April informiert der Vorstand die Fachwarte der Verbände. Es bleibt zu hoffen, dass dann alle Vertreter des Sports von der Rechtstreue des KSB überzeugt werden können – auch Richard Diekmann.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 10.04.2017

  

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