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11.05.2017VfL Löningen

Bewegung in jeder Form ist Kristinas „Ding“

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Freude an Bewegung und Sport: Nicht nur beim Reiten auf „Leila“ sondern auch beim Laufen und Toben hat die sechseinhalbjährige Kristina Gardewin (Mitte) aus Löningen ihren großen Spaß. Wie im vergangenen Jahr, als sie begleitet von Schwester Johanna über die Tartanbahn lief, freut sie sich auf das am 15. Mai wieder stattfindende „Deutschen Down-Sportlerfestival“ in Frankfurt. Foto: Petra Göhrs.
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Freude an Bewegung und Sport: Nicht nur beim Reiten auf „Leila“ sondern auch beim Laufen und Toben hat die sechseinhalbjährige Kristina Gardewin (Mitte) aus Löningen ihren großen Spaß. Wie im vergangenen Jahr, als sie begleitet von Schwester Johanna über die Tartanbahn lief, freut sie sich auf das am 15. Mai wieder stattfindende „Deutschen Down-Sportlerfestival“ in Frankfurt. Foto: Petra Göhrs.

Sechsjährige startet auf Down-Sportlerfestival
Zum zweiten Mal besucht die sechseinhalbjährige Kristina Gardewin aus Löningen mit ihren Eltern und Geschwistern Mitte Mai das „Deutsche Down-Sportfestival“ in Frankfurt. / Kristina besucht nach den Sommerferien die Grundschule Evenkamp. / „Wir freuen uns auf den großen Kreis von Mitbetroffenen“

von Willi Siemer


Löningen - Die „kleine Frohnatur“, die mit dem Down-Syndrom geborene Kristina Gardewin, über die die MT vor gut zwei Jahren bereits einmal berichtete, hat seitdem gute Fortschritte gemacht. Noch besucht sie die Integrationsgruppe des St.-Marien-Kindergartens in Löningen.Nach den Sommerferien wird sie die „normale“ Grundschule in Evenkamp besuchen.

Von einem Integrationshelfer permanent betreut, wird sie dort gemeinsam mit zehn weiteren Kindern der ersten Klasse von zwei Lehrerinnen unterrichtet werden.

„Wir haben uns nach längeren Überlegungen zu diesem Weg entschieden, weil sie bisher gute Fortschritte macht und wir überzeugt sind, dass das so weitergehen kann“, erzählt Kristinas Mutter Petra Göhrs im MT-Gespräch. Die Mutter von vier Kindern, die mit ihrem Partner Jan Gardewin und den Geschwistern Lisa, Lea und Johanna in Löningen lebt, ist froh, dass Kristina körperlich fit ist und keine der sonst häufiger zu beobachtenden körperlichen Probleme des Down-Syndroms wie Herzfehler hat.

Sie könne fast alles, sei dabei aber langsamer und entspreche in derEntwicklung zurzeit etwa einem vierjährigen „normalen Kind“. Sprechen sei ihre große Baustelle. Das Wort und die Bedeutung von „Elefant“ kenne sie, sie bekomme es aber vom Kopf her noch nicht richtig gedreht. Förderung sei für die kindliche Entwicklung das A und O, das gelte in noch stärkerem Maße für Kristina, erläutert die Mutter ihre Beweggründe für die vielfältigen Aktivitäten, die sie ihrer Tochter ermöglicht.

„Sport und Bewegung in jeder Art und Form ist ihr Ding, dann ist sie glücklich“, erzählt Petra Göhrs. Kristina läuft, tobt und spielt regelmäßig mit den „Power Kids“ in Lindern in der dortigen Behindertensportgruppe. Auf ihrer Spaßliste ziemlich weit oben stehen neben dem Toben und Knuddeln mit dem Familienhund „Mika“ die wöchentlichen Reitstunden.

Die Sechseinhalbjährige reitet bereits,seit sie ein Jahr alt ist. Die Begegnung und der Umgang mit Tieren fördern sie, so die Mutter. Über den Kindergarten besucht sie regelmäßig die therapeutische Reitgruppe von Andrea Pahl.

Zudem freut sie sich auf ihre wöchentliche Stunde auf ihrem Pony „Leila“ auf dem Ponyhof Woltermann. Das Pferd kann ihr gar nicht groß genug sein“, lacht Mutter Petra. Traben könne sie schon allein, dabei halte sie die Zügel fest in der Hand. Nur beim Galopp müsse sie zur Sicherheit noch flott nebenher laufen.

Kristina laufe auch zu Hause im Garten sehr gern und viel und freue sich auf Fahrradtouren auch über größere Strecken mit ihrer Mutter oder ihrem Vater auf dem Tandem.

Zu Hause sei sie ein fast normales „Geschwisterkind“. Ihre Schwestern umsorgten sie liebevoll, aber sie wisse sich dennoch sehr gut zu behaupten. Wenn sie etwas nicht machen wolle, stelle sie sich blöd und setze ihre Behinderung ganz bewusst ein, erzählt die Mutter.

Anders als die Teilnahme an dem „Special Olympics-Lauf“ des Hasetal-Marathons oder der Führzügelklasse, z.B. auf Hofturnieren des Ponyhofs, fällt die Teilnahme der Familie am 20. „Deutschen Down-Sportlerfestivals“ in Frankfurt nicht ganz in die Kategorie „Sport“.

„Wir freuen uns auf einen großen Kreis von Mitbetroffenen und viele Leute, die wir schon kennen“, erläutert sie die Gründe zur Frankfurt-Tour.

Dort werde man verstanden. „Dort kann man auch mal einen blöden Witz über sein Kind machen, ohne dass man schief angesehen oder es missverstanden wird“. Aber natürlich stärke die Teilnahme auch Kristinas Selbstvertrauen durch das Gemeinschaftserlebnis.

Zwölf Sportarten werden angeboten, darunter Laufen, Weitsprung, Judo, Tanzen, Fuß- und Basketball.

Das weltweit größte Festival dieser Art mit rund 600 Teilnehmern möchte Gesundheit und Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom stärken. Schirmherrin in diesem Jahr ist Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

Fakten:
■ Menschen mit Down-Syndrom (DS) haben in jeder Zelle 47 statt 46 Chromosomen. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden.
■ Down-Syndrom ist eine genetisch bedingte Veranlagung.
■ Weltweit leben rund fünf Millionen Menschen mit Down-Syndrom. Die Häufigkeit liegt bei etwa einem Fall auf 800 Geburten. Damit ist es eine der verbreitetesten Syndrome weltweit.
■ Die geistigen Fähigkeiten reichen von einer schweren Behinderung bis zu fast durchschnittlicher Intelligenz. Die Entwicklung ist abhängig von der Förderung. Quelle: ds-Infocenter.de.
■ In der Schwangerschaft gibt es auf den normalen Ultraschallbildern keinerlei Hinweise auf DS.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 11.05.2017 

  

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