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18.03.2015VfL Löningen

Sport: Alte Menschen bewegen sich anders

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Völlig neues Tast-, Seh und Bewegungsgefühl: Im Alterungs-Simulationsanzug erlebten die Teilnehmer die Probleme älterer Menschen z. B. beim Wahnehmen der Farbe gelb, die hier erkannt werden soll. Links der Referent des Seminars, Thomas Lotzkat. Foto: Stefan Beumker.
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Völlig neues Tast-, Seh und Bewegungsgefühl: Im Alterungs-Simulationsanzug erlebten die Teilnehmer die Probleme älterer Menschen z. B. beim Wahnehmen der Farbe gelb, die hier erkannt werden soll. Links der Referent des Seminars, Thomas Lotzkat. Foto: Stefan Beumker.

VfL-Seminar lässt Übungsleiter das völlig andere Tast-, Seh- und Bewegungsgefühl älterer Hobbysportler spüren
In einem Alterungs-Simulations-Seminar hat der VfL Übungsleiter und Betreuer die besonderen Bedürfnisse von älteren Hobbysportlern am eigenen Leib spüren lassen.


Löningen (mt) - Einen völlig neuen Einblick in die alltäglichen Probleme älterer Menschen beim Sport und auch in alltäglichen Situationen im Alltag, z.B. beim Schuhe zubinden, erlebten jetzt Trainer, Betreuer und Übungsleiter überwiegend des VfL Löningen in einem dreistündigen Seminar.

Der Sportverein hatte zu einem sogenannten Alterungs-Simulations-Seminar eingeladen. Dafür hatte Leiter Thomas Lotzkat, Sportreferent für Vereins- und Sportentwicklung der Sport-Region Oldenburger Münsterland-Delmenhorst, eine besondere Ausrüstung im Gepäck:
Die von allen Teilnehmern getragenen Alterungs-Simulations-Anzüge ermöglichen es, innerhalb von wenigen Minuten buchstäblich „in die Haut eines älteren Menschen zu schlüpfen“ und damit mögliche Einschränkungen des Alters selber zu erleben und in die langsamere Wahrnehmungs- und Erfahrungswelt älterer Menschen einzutauchen.

Der Ganzkörperanzug simuliert normale Alterungserscheinungen, wie bleischwere Arme und Beine, Steifigkeit sowie einige der typischen Krankheiten, die im Alter auftreten können, wie Arthrose, Parkinson und andere. Er besteht aus einem Overall, in dem an verschiedenen Stellen Gewichte angebracht sind.

Spezielle Kopfhörer sorgen für ein reduziertes Hörvermögen. Ein Helm mit Brille verdeutlicht die Alterssichtigkeit, die eine Trübung der Linse und verändertes Farbsehen verursacht. Handschuhe verringern die Fingerfertigkeit und damit die nachlassende Sensibilität.

„Unser Ziel war es unsere Betreuer für dieses Thema zu sensibilisieren und ihnen zu vermiteln, dass mit älteren Hobbysportlern deutlich anders umgegangen werden muss, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen“, erläutert Bernhard Ostermann, dritter Vorsitzender des VfL. „Wir alle müssen mehr darüber nachdenken, ob Sportangebote auch für ältere Menschen geeignet sind und wie Übungsinhalte altersgerechter gestaltet werden können“. Er könne allen Beteiligten nur empfehlen, einen solchen Kurs einmal mitzumachen, so Ostermann.

Es kostete die Teilnehmer einige Mühe, normalerweise übliche Bewegungsabläufe, wie Tennis- und Fußballspielen, Joggen oder Kniebeugen mit dem recht steifen Anzug auszuführen. Die durch die Sehbehinderungsbrille fehlende „normale“ Sicht führte zu weiteren Komplikationen.

„Dieses Erlebnis hat unsere Sichtweise für Senioren durchaus verändert“, waren sich alle Kursteilnehmer einig. „Jetzt verstehe ich!“, war ein häufig geäußerter Satz.

Neben sporttypischen Konstellationen wurden auch normale Alltagssituationen ausprobiert. Und so wurde schnell klar, dass es im Alter sehr schwer sein kann, Geld rasch an einer Supermarktkasse aus einem Portemonnaie zu nehmen oder auch nur unterschiedliche Farben zu erkennen. „Wir können jetzt sehr viel besser nachvollziehen, warum bei älteren Menschen einiges langsamer geht“, war ein Fazit der Teilnehmer in der Schlussbesprechung.

„Wir wollen nicht nur den Kindern und Jugendlichen vielfältige Sportmöglichkeiten bieten. Aufgrund des demografischen Wandels, der sich auch in unserer Region zunehmend bemerkbar machen wird, ist es unser Ziel, das Angebot für ältere Hobbysportler deutlich auszuweiten“, begründet Stefan Beumker, der
VfL-Vorsitzende, den Vorstoß des Vereins. „Wir wollen allen Generationen gerecht werden, dazu müssen wir aber zunächst etwas über die Fühl- und Erlebenswelt der Betroffenen wissen, so Beumker.

Dass der Verein nicht nur redet, sondern handelt, zeigt die jetzt veröffentliche Stellenausschreibung für einen Übungsleiter für die 50+Vfl-Sportler.

Nach den positiven Erfahrungen plant der VfL einen weiteren Kurs zu diesem Thema. Interessierte aller Vereine können sich beim Vorsitzenden Stefan Beumker unter Tel. 0173/2062702 oder E-Mail: beumker@gmx.de vormerken lassen.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 18.03.2015


[weitere Informationen und Bilder finden Sie HIER]

  

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