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30.06.2018Leichtathletik

„Unter die Top acht zu kommen, wäre genial“

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Auf gepackten Koffern: Die Lodbergerin Annasophie Drees macht sich am Montag auf den Weg ins ungarische Györ zur Leichtathletik-EM der Altersklasse U18. Foto: Langosch.
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Auf gepackten Koffern: Die Lodbergerin Annasophie Drees macht sich am Montag auf den Weg ins ungarische Györ zur Leichtathletik-EM der Altersklasse U18. Foto: Langosch.

Annasophie Drees vom VfL Löningen läuft bei U-18-EM

Die 16-Jährige wird im ungarischen Györ das Rennen über die 2000 Meter Hindernis an den Start gehen. Von den 36 Läuferinnen hat die Lodbergerin die sechstbeste Zeit gemeldet.
Im ersten Rennen über 2000 m Hindernis gleich die Norm erfüllt

von Ludger Langosch

Lodbergen - Am vergangenen Mittwoch war der letzte Schultag, spätetstens seit Beginn der Sommerferien freuen sich viele Mädchen und Jungen auf Urlaub. Auf Reisen geht auch die Lodbergerin Sannasophie Drees, allerdings ist die 16-Jährige quasi dienstlich unterwegs.

Am Montag geht es in aller Herrgottsfrühe los, Ziel ist Györ, eine Stadt im Nordwesten Ungarns. Dort wird die Leichtathletin des VfL Löningen bei den Jugendeuropameisterschaften der Altersklasse U18 an den Start gehen. Von Lodbergen aus führt der Weg zunächst zum Flughafen Düsseldorf, von dort weiter nach Frankfurt. In der Mainmetropole versammeln sich alle Mitglieder der deutschen Mannschaft, um gemeinsam nach Ungarn zu reisen. Insgesamt werden 54 Nachwuchsathleten die deutschen Farben vertreten.

Annasophie Drees wird über die 2000 Meter Hindernis an den Start gehen, dabei sind die 3000 Meter lach eigentlich ihre Paradedisziplin. „Das hatte ich auch gedacht“, meint die Lodbergerin lachend. „Aber die Hindernisse gefallen mir auch.“

Beim Sparkassenmeeting in Osterode im Harz am 2. Juni absolvierte sie die Distanz über zwei Kilometer. „Das war das erste Mal, dass ich die 2000 Meter Hindernis überhaupt gelaufen bin“, erzählt die Schülerin der Copernikus-Gymnasiums Löningen, die nun in die elfte Klasse kommt. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) hatte eine EM-Norm von 6:55 Minuten gesetzt. Da parallel zur Veranstaltung in Osterode ein Meeting in Regensburg stattfand, in dem der 2000-m-Lauf früher im Zeitplan stand und die Norm deutlich unterboten wurde, war klar, dass die geforderten 6:55 Minuten nicht reichen würden. „Ich habe kurz vor Annasophies Lauf davon erfahren, ihr dann aber nichts davon erzählt, um ihr nicht noch mehr Druck zu machen“, meint Vater Heinrich Drees.

Das große Glück seiner Tochter war, dass ihr mit Karoline Sophie Löffel vom BV Garrel ausgerechnet eine Konkurrentin aus dem Kreis Cloppenburg Beine machte. Gerade am ungewohnten Wassergraben tat sich Drees schwer, hier holte Löffel in jeder Runde auf. Auf der übrigen Laufstrecke jedoch baute die VfL-erin ihren Vorsprung jedes Mal wieder aus. Die Garrelerin blieb Drees aber bis zum Schluss auf den Fersen, erst auf der Zielgeraden gelang der Lodbergerin der entscheidende Vorstoß. Die Uhr blieb bei 6:50,38 Minuten stehen, nicht nur die Norm war geschaft, sondern auch das Ticket zu EM gelöst, wenngleich die offizielle Nominierung erst in der vorigen Woche erfolgte.

Inzwischen ist auch die komplette Ausrüstung bei Annasophie Drees eingetroffen. Von Kopf bis Fuß kleidet der DLV seine Athleten ein, allein die Laufschuhe bringt Annasophie Drees selbst mit. An die Europameisterschaften geht die 16-Jährige zwar entspannt heran, aber dennoch hat sie sich Ziele gesetzt: „Eine EM ist schon etwas anderes als die Wettkämpfe sonst. Von der gemeldeten Zeit stehe ich an sechster Stelle. Aber ich kann das Feld nicht einschätzen. Ich kenne meine Gegnerinnen ja überhaupt nicht. Aber ins Finale will ich auf jedenFall, dort unter die Top acht zu kommen, wäre genial.“ Auf eine starreTaktik legt sich die Läuferin des VfL Löningen nicht fest: „Da mache ich mir keinen großen Kopf. Ich werde spontan entscheiden, wie ich mir das Rennen einteile.“ Gegen 35 Konkurrentinnen wird sie antreten.

In der Trainingsarbeit der letzten Wochen war vor allem ein Feilen an der Technik ein Schwerpunkt: „Gerade das Hindernis mit dem Wassergraben ist kompliziert. Da wir einen solchen beim VfL Löningen nicht haben, improvisieren wir und haben die Hürde vor die Weitsprunggrube gestellt, um den Wassergraben zu simulieren“, sagt Drees. Am Donnerstagabend wird es für sie ernst, um 20.36 Uhr beginnen laut Zeitplan die Vorläufe über die 2000 m Hindernis. Das Finale ist auf Samstag (7. Juli, 19.15 Uhr) terminiert.

Annasophie Drees wird es an Unterstützung nicht mangeln. Ihr erster Ansprechpartner wird DLV-Trainer Georg Lehrer sein, der für die Athleten der 2000- und 3000-m-Strecken verantwortlich ist. Aber auch ihr Trainer beim VfL Löningen, Armin Beyer, wird vor Ort sein. Seine Hilfestellung weiß Annasophie Drees zu schätzen: „Ich möchte Armin unbedingt für die ganze Unterstützung danken.“ Schließlich werden ihre Mutter Carmen sowie eine gute Freundin mit deren Mutter beim Vorlauf schon dabei sein. Und wenn der Traum vom Endlauf in Erfüllung geht, dann macht sich Vater Heinrich kurzfristig auf den Weg nach Ungarn, um seine Tochter während des Finales im Olimpiai Sportpark zu Györ von der Tribüne aus anzufeuern.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 30.06.2018

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